Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Christian Barthelmes, der das Rettungshundewesen in unserer Stadt Frankfurt am Main über mehr als zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt und aktiv gestaltet hat. Christian war Gründungsmitglied der Rettungshundestaffel Frankfurt am Main e. V. und viele Jahre ihr erster Vorsitzender. Mit großem Engagement setzte er sich dafür ein, die Staffel auch innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Hilfsorganisationen (AGFH) zu etablieren.
Später übernahm er mit der Gründung der Fachgruppe Rettungshunde der Feuerwehr Frankfurt am Main die Verantwortung als Fachgruppenleiter. Mit Beharrlichkeit, Überzeugungskraft und unermüdlichem Einsatz legte er den Grundstein für die heutige Einheit. Darüber hinaus vertrat er unsere Feuerwehreinheit viele Jahre im Arbeitskreis Rettungshunde des Landesfeuerwehrverband Hessen und im Deutschen Feuerwehrverband
In seiner aktiven Zeit führte er seine Hündin Zora als Rettungshund und ließ sich auch mit weiteren Hunden unserer Einsatzkräfte ausbilden. Gemeinsam absolvierten sie zahlreiche Prüfungen und Einsätze und Christian blieb mit seiner Hündin Zora bis ins hohe Alter des Hundes ein eingespieltes Team.
Auch später blieb uns Christian als Fachberater eng verbunden. Christian konnte unbequem sein, wenn es um die Sache ging. Er stellte Fragen, forderte Positionen heraus und gab sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden. Vor allem aber setzte er sich mit großer Leidenschaft für andere Menschen ein und vertrat beharrlich das, woran er glaubte. Mit Ausdauer und Überzeugung verfolgte er seine Ziele und machte sich für seine Herzensangelegenheiten stark.
Seinem Engagement verdanken wir nicht nur die Entstehung und Entwicklung unserer Fachgruppe, ihre umfangreiche Ausstattung und die Anerkennung bei Feuerwehr und Polizei. Er hat darüber hinaus etwas geschaffen, das weit über unsere Stadt hinausgeht: eine Gemeinschaft. Einen Ort für Menschen, die sich gemeinsam einer anspruchsvollen ehrenamtlichen Aufgabe verschrieben haben und die nicht nur das Rettungshundewesen verbindet, sondern auch die Hunde, die ein so wichtiger Teil unseres gemeinsamen Weges sind. Diese Gemeinschaft trägt unsere Arbeit in die Zukunft und wäre ohne Christian nicht das, was sie heute ist.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Susanne, unserer Ausbildungsleiterin, sowie allen Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern. In Gedanken sind wir auch bei Kaspar, seinem treuen Hund und langjährigen Gefährten, der viele Jahre an seiner Seite war und nun ebenfalls seinen Menschen verloren hat.
Lieber Christian, Danke für alles, was du für uns, das Rettungshundewesen und unsere Stadt getan hast.
Wir vergessen dich nicht.
